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Proktologische Krankheitsbilder

Die Proktologie beschäftigt sich mit den Erkrankungen des Enddarms. Zum Enddarm gehören der Grimmdarm, der Mastdarm und der Analkanal. Ärzte, die sich mit diesem medizinischen Teilgebiet befassen, nennt man Proktologen. Zu den proktologischen Erkrankungen gehören zum Beispiel Hämorrhoiden, Fissuren, Fisteln und Abszesse, das Analekzem, Stuhlinkontinenz, Darmpolypen und anorektale Tumoren.

 

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Analabszess

In den meisten Fällen entwickelt sich ein Analabszess innerhalb weniger Tage aus einer eitrigen Entzündung in der Schleimhaut des Analkanals. Ursachen können eine örtliche Entzündung, beispielsweise eines Haarbalgs, sein oder auch eine Analfistel. Abszesse sind sehr schmerzhaft und sollten umgehend behandelt werden.


Analeinrisse und -fissuren

Analfissuren sind Einrisse der Afterhaut am Übergang zum Afterkanal, die durch eine Überdehnung entstehen. Sie verursachen heftige Schmerzen während und nach der Stuhlentleerung.


Analekzem

Das Analekzem ist eine der häufigsten Erkrankungen in der Proktologie. Es ist eine Begleiterscheinung unterschiedlicher proktologischer, dermatologischer oder allergologischer Erkrankungen.


Analfistel

Analfisteln sind dünne Gänge zwischen dem Afterkanal und der äußeren Haut, die sich als Folge einer Entzündung in diesem Bereich bilden, häufig im Zusammenhang mit einem Abszess. Sie müssen in jedem Fall behandelt werden.


Analthrombose - Analvenenthrombose

Die Analthrombose ist ein Blutgerinnsel in den Gefäßen des Afterrandes, die sich durch unterschiedlich große, schmerzhafte Knoten bemerkbar macht.


Anorektale Tumoren - Analkarzinom und Rektumkarzinom

Anorektale Karzinome sind bösartige Tumore, die sich in den verschiedenen Bereichen des Enddarms entwickeln. Unterschieden wird zwischen einem Rektumkarzinom im Mastdarm und dem Analkarzinom - auch Afterkrebs - im Grenzbereich von Haut und Schleimhaut am After.


Darmkrebs

Fast immer entsteht Darmkrebs aus zunächst gutartigen Darmpolypen. Der Prozess vom Darmpolypen zum Darmkrebs kann rund zehn Jahre dauern. Je größer die Polypen werden, desto mehr nimmt die Gefahr der Zellentartung zu. Wichtig ist es deshalb, Polypen frühzeitig zu erkennen und zu entfernen. Eine regelmäßige Darmspiegelung hilft, das Erkrankungsrisiko um 80 bis 90 Prozent zu senken.


Darmverschluss (Ileus)

Ein Darmverschluss stellt immer eine lebensbedrohliche Situation dar, die sofort einer ärztlichen Behandlung bedarf. Beim Darmverschluss, auch Ileus genannt, ist ist die Darmpassage unterbrochen. Der Stuhl kann nicht mehr weitertransportiert werden und staut sich auf. Ein wichtiges Symptom sind zumeist heftige, krampfartige Bauchschmerzen.


Divertikulitis - Divertikelkrankheit

Divertikel sind nicht von Geburt an im Darm vorhanden, sondern entwickeln sich im Laufe des Lebens. Man vermutet, dass eine ballaststoffarme Ernährung die Entstehung begünstigt.


Hämorrhoiden

In den Industrienationen gehören Hämorrhoidalleiden zu den häufigsten Erkrankungen. Man schätzt, dass fast 70 Prozent der Erwachsenen im Laufe ihres Lebens von Hämorrhoiden betroffen sind. Vielfach wird über die Beschwerden nur zögerlich oder gar nicht gesprochen.

Im Anfangsstadium eines Hämorrhoidalleidens treten meistens keine größeren Beschwerden auf. Ein häufiges Anzeichen ist Blut im Stuhl.


Verstopfung (Obstipation)

In der Regel spricht man von einer Verstopfung, wenn der Darm seltener als alle 2-3 Tage spontan entleert wird. Auslöser für eine funktionelle Obstipation können beispielsweise eine ballaststoffarme Ernährung, eine geringe Flüssigkeitsaufnahme und geringe körperliche Bewegung sein.


Polypen/Adenome

Als Polypen bezeichnet man Vorwölbungen oder Ausstülpungen der Schleimhaut, die vor allem im Magen-Darm-Trakt häufig vorkommen. In den meisten Fällen sind es gutartige Geschwulste - Adenome - aus Schleimhaut oder Drüsengewebe, sehr oft im Rektum, dem letzten Abschnitt des Dickdarms.


Inkontinenz

Inkontinenz ist der medizinische Ausdruck für ungewollten Harn- oder Stuhlabgang. Allein in Deutschland leiden etwa sechs Millionen Menschen unter einer Harn- oder Stuhlinkontinenz. Häufig wird das Leiden, das mit einer deutlichen Minderung der Lebensqualität einhergeht, aus Schamgefühl verschwiegen.


Endometriose

Die Endometriose ist eine Fehl-Ansiedlung der Gebärmutterschleimhaut, die sich normalerweise im Inneren der Gebärmutterhöhle befindet. Prinzipiell kann sie aber auch an anderen Stellen im Körper wachsen, auch außerhalb der Gebärmutter. Die Endometriose gilt als eine der häufigsten Ursachen für weibliche Unfruchtbarkeit und kann ohne Behandlung bis zum Beginn der Wechseljahre fortschreiten. Fachleute vermuten, dass jährlich ungefähr 40.000 Frauen in Deutschland neu daran erkranken.


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