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Enddarmkrebs

Beim Enddarmkrebs, auch Rektumkarzinom genannt, handelt es sich um eine bösartige Geschwulst des Mastdarmes. Der Dickdarmkrebs, zudem der Mastdarmkrebs und der Enddarmkrebs zählen, ist die dritthäufigste Krebsart sowohl beim Mann als auch bei der Frau und die zweithäufigste Todesursache aller Krebserkrankungen. Jährlich erkranken etwa 70.000 Menschen neu am Dickdarmkrebs. Das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, nimmt mit steigendem Alter zu. Männer erkranken im Durchschnitt mit etwa 65, Frauen mit ca. 70 Jahren.

Die Ursache des Dickdarmkrebses ist bis heute nicht vollständig geklärt. 70-80 % der Erkrankungsfälle werden Nahrungsmitteln und Schadstoffen in der Nahrung zugeordnet, die Schleimhautzellen im Darm schädigen und eine beschleunigte Zellteilung bedingen. Es entwickeln sich zunächst gutartige Veränderungen, die Darmpolypen (Adenome). Im Verlauf von etwa 10 Jahren entsteht daraus durch genetische Veränderungen in den Zellen, vor allem durch den Verlust der Wachstumskontrolle, eine bösartige Neubildung – der Darmkrebs.

Symptome für einen Enddarmkrebs sind z. B.

  • Blutungen aus dem After
  • Blutbeimengungen beim Stuhlgang
  • Stuhlunregelmäßigkeiten durch das Wachstum des Darmkrebses in das Innere des Dickdarms (dünne Stühle, Durchfall wechselnd mit Verstopfung)
  • Bauchschmerzen, Blähungen und Darmgeräusche durch das einschnürende Wachstumsverhalten des Darmkrebses
  • Gewichtsabnahme, Nachtschweiß, vermehrte Abgeschlagenheit und Müdigkeit

Therapie
Bei sehr kleinen Enddarmtumoren ist möglicherweise eine örtliche Operation ausreichend. Bei größeren Tumoren erfolgt eine Mastdarmentfernung unter Erhaltung des Schließmuskels. Liegt der Tumor sehr dicht am Schließmuskel, muss auch dieser entfernt und ein künstlicher Darmausgang im linken Unterbauch angelegt werden. Je nach Tumorstadium wird vor oder nach der Operation eine Bestrahlung und eventuell eine Chemotherapie durchgeführt.

Prävention
Darmkrebs entwickelt sich fast immer aus gutartigen Polypen. Deswegen wird bei der Darmspiegelung grundsätzlich auch auf Schleimhautpolypen geachtet. Werden Polypen entdeckt, werden sie bei dieser Gelegenheit sofort entfernt. Damit hat der Dickdarmkrebs keine Möglichkeit mehr, sich zu bilden. Sie können ihn verhindern – durch die Darmspiegelung.


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