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Inkontinenz

Anale Inkontinenz
Die anale Inkontinenz oder Stuhlinkontinenz ist eine Störung des Afterverschlusses, d.h. die Stuhlentleerung wird nicht mehr vollständig kontrolliert bzw. Darmgase entweichen ungewollt. Diese Störung kann nur zeitweise oder ständig auftreten.
Die uneingeschränkte Kontrolle über den Darminhalt erfolgt über ein sehr feines und kompliziertes Zusammenwirken muskulärer Strukturen mit einem sensorischen Warnsystem in der Mastdarmwand und der hochempfindlichen Haut des Analkanals. Auch die nicht vergrößerten Hämorrhoidalpolster sind an dieser Körperfunktion beteiligt. Deshalb können die Ursachen für die anale Inkontinenz sehr unterschiedlich sein. Es können z.B. Schädigungen der Nerven, die den Schließmuskel versorgen, sein. Auch Fisteln, eine Schließmuskelschädigung oder Beckenbodenbeschwerden, können der Grund dafür sein. Mit zunehmendem Alter wird die anale Inkontinenz häufiger, weil Regulationsstörungen innerhalb der versorgenden Nerven zunehmen.
Je nachdem, wie gut es noch gelingt, den Stuhlgang zurückzuhalten, spricht man von Stuhlinkontinenz ersten bis dritten Grades:

  • Schweregrad 1 - leichte Inkontinenz: Darmgase gehen unkontrolliert ab
  • Schweregrad 2 - mittlere Inkontinenz: Es ist nicht möglich, flüssigen Darminhalt zu halten.
  • Schweregrad 3 - schwere Inkontinenz: Es kommt zu einem totalen Kontrollverlust über die Darmentleerung.

Therapie
Die Behandlung der analen Inkontinenz richtet sich nach deren Ursache. Neben einem gezielten Muskeltraining, z.B. Beckenbodentraining, oder der Therapie vergrößerter Hämorrhoiden bzw. eines Schleimhautvorfalls, stehen auch verschiedene operative Verfahren zur Verfügung, die eine Stimulierung bzw. Rekonstruktion betroffener Muskelanteile oder gar einen Muskelersatz leisten können. Wichtig ist in jedem Fall eine Verhaltensumstellung mit adäquater Stuhlregulation und Ernährung. Im Alltag helfen unter anderem spezielle Einlagen, um die Wäsche zu schonen.

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