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Fettleber

Die Fettleber ist definiert als ein Zustand der Leber, bei dem über 50 Prozent der Leberzellen Fetttropfen im Zellinneren eingelagert haben. Die Funktion der Leber ist dadurch erheblich eingeschränkt.

Ursachen:

  • hoher Alkoholkonsum (90 Prozent der Fälle)
  • Diabetes mellitus
  • Fehlernährung
  • Medikamente
  • Gifte
  • Schwangerschaft

Die reine Leberverfettung durch Alkohol (alkoholtoxische Fettleber) ist in der Regel reversibel. Der Alkohol schädigt die Leber direkt und verändert zudem auch Stoffwechselvorgänge in der Leber. Der Alkoholabbau verbraucht viel Sauerstoff, der dann nicht mehr zur Verarbeitung der Fettsäuren zur Verfügung steht. Die Fette lagern sich in der Zelle ein und verdrängen dort die wichtigen Zellbestandteile.

Symptome:

Die Fettleber macht meist keine Beschwerden. Eventuell hat der Betroffene ein Oberbauchdruckgefühl. Manchmal treten auch Müdigkeit und Abgeschlagenheit als Symptome auf. Im Augenweiß macht sich zuerst die Gelbsucht als Folge eines Leberschadens bemerkbar.

Diagnose:

Bei der körperlichen Untersuchung findet man eine prall-elastische bis derbe Leber. Sie ist vergrößert und hat einen abgerundeten Leberrand. Die Fettleber kann dann sicher mit Hilfe einer Ultraschalluntersuchung festgestellt werden. Diese zeigt auch auf, ob bereits eine Leberzirrhose vorliegt. Durch labormedizinische Untersuchungen des Blutes werden die Leberwerte (GOT, GPT, Gamma-GT, AP) ermittelt. Sie geben Auskunft über die Leberzellschädigung. Die Serumkonzentration von in der Leber hergestellten Eiweißen (Albumin, Quick-Wert, Cholinesterase) lässt Rückschlüsse auf die Leberfunktion zu.

Prognose:

Die Chancen einer Ausheilung der Fettleber sind gut. Durch das Einschränken der Alkoholzufuhr und die Umstellung einer eventuell vorliegenden Fehlernährung auf gesunde, kalorienreduzierte Kost sind die Schäden rückgängig zu machen.

Bei einer fortschreitenden Verfettung der Leber kann eine Entzündung ausgelöst werden, die so genannte Fettleberhepatitis. Die Leber schwillt stark an, häufig auch gleichzeitig die Milz. Druck auf die Leber ist schmerzhaft, die meisten Patienten berichten über Übelkeit, Appetitlosigkeit und Völlegefühl. Fieber besteht in der Hälfte der Fälle bis 39,5 °C; bei ebenso vielen tritt eine Gelbsucht auf.

Die weitere Verfettung der Leber führt dann zur Zerstörung der Leberzellen. Es entsteht die Leberzirrhose. Dieser Zustand ist nicht mehr rückgängig zu machen und kann schwere Folgen für den Körper haben.


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