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Anorektale Tumoren - Analkarzinom und Rektumkarzinom

Rektumkarzinome kommen relativ häufig vor und entsprechen im Krankheitsbild dem Darmkrebs, anders als Analkarzinome. Diese sind mit ca. ein bis zwei Prozent aller Tumoren im Verdauungstrakt relativ selten und erfordern eine besondere Therapie.
Typische Symptome eines Analkarzinoms sind Blutablagerungen auf dem Stuhl, Schmerzen beim Stuhlgang und Juckreiz im Analbereich. Auch ein Fremdkörpergefühl, Veränderung des Stuhlverhaltens, Bleistiftstühle, eine tastbare Vorwölbung oder vergrößerten Leistenlymphknoten weisen darauf hin. Im weit fortgeschrittenen Stadium kann die Funktion des Schließmuskels beeinträchtigt sein.
Ein erhöhtes Risiko für ein Analkarzinom besteht im Zusammenhang mit chronisch entzündlichen Prozessen, Narbenbildungen der Analregion bei langwierigen Fistelleiden, chronischen Analfissuren, bestimmten Geschlechtskrankheiten und warzenartigen Wucherungen (Kondylome).
Symptome eines Rektumkarzinoms sind Blut im Stuhl, unklare Gewichtsabnahme oder Stuhlunregelmäßigkeiten. Wie beim Dickdarmkrebs entsteht der Tumor häufig aus Polypen.
Diagnostik
Bei begründetem Verdacht wird neben einer rektalen Untersuchung eine Enddarmspiegelung mit histologischer Probeentnahme erfolgen. Wenn ein Karzinom nachgewiesen wurde, muss die Ausdehnung der Veränderung festgelegt werden und es wird nach Metastasen gesucht. Dafür kommen Laboruntersuchungen, Endosonographie, Computertomographie oder Kernspintomographie zum Einsatz.
Therapie
Die Therapie richtet sich nach dem Stadium der Erkrankung. Als Standardbehandlung gilt beim Analkarzinom die kombinierte Radio-Chemotherapie, die den Vorteil hat, dass der After und damit die Funktion erhalten bleiben. Wenn eine Operation notwendig ist, muss oft der gesamte Analbereich entfernt und ein künstlicher Darmausgang angelegt werden. Ein sehr kleiner oder früh diagnostizierter Tumor kann auch chirurgisch entfernt werden, ohne den Schließmuskel zu verletzen. 


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