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Darmkrebs

Der Darmkrebs (Darmkarzinom) ist ein bösartiger Tumor im Darm. In Deutschland ist es die zweithäufigste Krebserkrankung. Mehr als sechs Prozent aller Männer und Frauen erkranken im Laufe ihres Lebens daran, besonders oft in der Altersgruppe ab 55 Jahren.

Darmkrebs entwickelt sich aus Drüsenzellen in der Darmschleimhaut. Dabei bilden sich Vorwölbungen oder Ausstülpungen in sehr unterschiedlichen Formen, sogenannte Adenome und Polypen. Sie kommen im Magen-Darm-Trakt sehr häufig vor und sind in den meisten Fällen gutartig. Weil sie aber bösartig werden können, müssen sie so früh wie möglich abgetragen und feingeweblich untersucht werden.

Diese Tumore kommen in den verschiedenen Abschnitten des Darms unterschiedlich häufig vor. Mehr als die Hälfte findet man im letzten Darmabschnitt, dem Mastdarm oder Rektum. Auch der Dickdarm kann betroffen sein, der Dünndarm dagegen nur sehr selten. Folgende Fachbegriffe dienen der Abgrenzung:

  • Kolonkarzinom: Dickdarmkrebs
  • Rektumkarzinom : Mastdarmkrebs
  • Kolorektales Karzinom: Oberbegriff für Dickdarm- und Mastdarmkrebs zusammen

Früherkennung schützt vor Darmkrebs und erhöht die Heilungsaussichten

Fast immer entstehen die Karzinome aus zunächst gutartigen Darmpolypen. Die Entartung vom Darmpolypen zum Karzinom kann rund zehn Jahre dauern. Je größer die Polypen werden, desto mehr nimmt die Gefahr der Zellentartung zu: Wenn ihre Größe einen Zentimeter beträgt, liegt das Risiko, dass bereits Krebszellen vorliegen, bei rund einem Prozent, bei vier Zentimetern schon etwa bei 20 Prozent.

Am Anfang verursacht der Darmkrebs nur selten Symptome. Wenn dann typische Beschwerden wie Leibschmerzen, Stuhlunregelmäßigkeiten oder sichtbare Blutauflagerungen auftreten, ist die Krankheit oft schon weit fortgeschritten. Umso wichtiger ist es, Polypen im Darm frühzeitig zu entdecken und zu entfernen.

Vorsorge ab 55

Um Darmkrebs zu verhindern, wurde die Darmspiegelung (Koloskopie) 2002 in das Vorsorgeprogramm der gesetzlichen Krankenkassen aufgenommen - für alle Personen ab dem 55. Lebensjahr. Dadurch wird das Erkrankungsrisiko um 80 bis 90 Prozent verringert. Und wenn doch ein Karzinom entdeckt werden sollte, befindet es sich in der Regel noch in einem heilbaren Stadium.

Diagnose Darmkrebs

Wenn sich herausstellen sollte, dass ein Tumor vorliegt, werden Ausdehnung und Eigenschaften so exakt wie möglich erfasst. Um das Krankheitsstadium zu beurteilen, wird z.B. untersucht, wie tief das Karzinom in das gesunde Gewebe eingewachsen ist und ob Gefahr besteht, dass bereits einzelne Tumorzellen in andere Organe des Körpers gewandert sind und sich Metastasen gebildet haben.

In den meisten Fällen ist die Operation das einzige Verfahren, mit dem die Erkrankung geheilt werden kann. Der anschließende Therapieplan richtet sich u.a. nach dem Ergebnis der Operation. Ob weitere Therapien, beispielsweise eine Chemotherapie, nötig sind, hängt auch vom vorliegenden Krankheitsstadium ab.


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